SVM: Erste schlägt den Klassen-Primus
14.01.2018 - 17:07

SV Herzogenrath - SVG Alsdorf 5,5:2,5 (19:13)

Heute empfing unsere Erste mit Alsdorf das Topteam der Mittelrhein-Liga West. Alsdorf hat 8 Spieler über DWZ 2200 (4 über 2300) im Kader und ließ bislang nichts anbrennen. Auch wir wurden mit dem Einsatz von vier dieser Schwergewichte geehrt, traten selbst in Stammbesetzung an. Doch nach 1,5h konnte ich auf den Brettern noch keinen Favoriten erkennen. Auch im "Oberhaus" (Bretter 1-4) hielten wir gut mit. Lars und sein Gegenüber exerzierten eine eher langweilige Eröffnung und nach etwas Steine rücken gab es folgerichtig ein Remis. Ich machte mir Angriffshoffnungen, doch mein Kontrahent spielte zu präzise. Als ich schließlich aufgab, hatte aber Hans-Jürgen bereits für den Ausgleich gesorgt. Er verteidigte mit Schwarz eine schwierige Stellung, doch als sein Gegner einen Bauern zu erobern glaubte, war dieser vergiftet. Im Stehen wählte der Weiße dann a tempo den Verlustzug (statt Dauerschach zuzulassen). Das hatte eine gewisse Analogie zu unserem Führungstreffer, den Luca erzielte. Er schien recht gut aus der Eröffnung gekommen zu sein, doch im Laufe des Spiels verhedderte sich sein Figurenknäuel. Schließlich erreichte er aber doch ein zwar passives, aber tot-remisliches Läufer-Endspiel. Doch Luca's Kontrahent wollte unbedingt gewinnen und überzog - 2,5:1,5 für uns. Nun sah es schon sehr gut aus, denn Arjan besaß zwei Mehrbauern und spielte die Gewinnstellung souverän zu Ende - 3,5:1,5. Von den noch laufenden 3 Partien im "Oberhaus" benötigten wir also nur noch ein Remis zum 4:4 oder einen Punkt zum Mannschaftssieg. Und bevor überhaupt ein Zweifel aufkeimen konnte, macht Klaus den Sack schon zu. Er geriet nie in Gefahr, erhielt einen gefährlichen Freibauern, gewann dann eine Qualität und als da noch eine Figur dazu kam, gab der Gegner auf. Famose Vorstellung unseres Vorsitzenden! Und Ingo setze gar noch einen oben drauf. Er hatte sich mit Schwarz umsichtig verteidigt und einen Mehrbauern behauptet. Nach der Zeitkontrolle lehnte er bereits Remis ab und siegte schließlich im Endspiel. Mit seinen konstanten Top-Leistungen am ersten Brett (letzte Niederlage im März 2016), wird mir Ingo langsam unheimlich :). Dass Fabian sich nach langem Kampf auf Augenhöhe doch noch geschlagen geben musste, hatte dann auf die Siegesfeier keinen Einfluss mehr. Was für ein Ding! Natürlich lächelte uns hier und da auch Caissa zu, aber insgesamt würde ich den Sieg durchaus als verdient bezeichnen. Vielleicht müssen wir uns ja diese Saison doch nicht mit dem Abstieg befassen, wie schön. Mit dem Aufstieg natürlich auch nicht, den werden wohl Alsdorf und die Post unter sich ausmachen, wir haben nur ein wenig die Spannung erhöht.
SVM-Tabelle

PS: Deja vu - keins.


Autor: Oliver Schreyer ()
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